Gerade habe ich eine Pause beim Schreiben dieses Artikels über Achtsamkeit gemacht und mir einen Kakao zubereitet. Anstatt ihn schnell zusammen zu rühren, habe ich ihn in aller Ruhe zubereitet. Beim Öffnen vom Kakao den wunderbar schokoladigen Duft genoßen, etwas Vanille dazu die auch sehr lecker duftet. Und da ich meinen Kakao im Blender gemixt habe, haben sich tausende kleine Milchschaumbläschen gebildet. Das hört man schon beim Hineingießen in meine Lieblingstasse.

Dann steht mein leckerer Kakao vor mir mit einem wunderschönen Milchschaumkrönchen! ☺️ Wenn ich jetzt genau hin höre, bekomme ich sogar mit, wie die tausenden klitzekleinen Milchschäumchen zerplatzen und dabei leise knistern. Und wenn ich ganz genau hin schaue, dann sehe ich auch, dass der Milchschaum in den schönsten Regenbogenfarben schillert! 🌈 

Regenbogen im Milchschaum und viele andere Dinge bekommst Du mit, wenn Du achtsam durch´s Leben gehst.

Die Chancen heutzutage auf das Wort Achtsamkeit zu stoßen sind, glücklicherweise, groß und seit den letzten 4-5 Jahren ist der Gebrauch dieses Wortes enorm angestiegen. 

Gibst Du das Wort Achtsamkeit aktuell bei Amazon ein, erhälst Du über 6.000 Treffer, bei der Internetsuche 5,8 Millionen Treffer und wenn Du eine Bücherei besuchst, sind die Bücher zum Thema Achtsamkeit nicht zu übersehen. 

Nur, was heißt das eigentlich genau, achtsam zu sein? Definitionen gibt es viele, es kommt drauf an, wen Du fragst. Für die einen heißt es meditativ zu leben im Sinne von gelassen und umsichtig, für die anderen wiederum heißt es im Moment zu leben.

Für mich bedeutet Achtsamkeit, genau mit zu bekommen, was gerade in diesem Moment los ist – im Jetzt. Es läßt mich den aktuellen Augenblick viel mehr wert schätzen, da ich nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft hänge.

Damit meine ich zum einen mein Umfeld: Was passiert gerade um mich herum? Geht es meinem Gegenüber gerade gut? Gehe ich gerade spazieren und bin voll in Gedanken oder nehme ich die vielen verschiedenen Geräusche, Blumen am Wegrand wahr? Trinke ich nur Kakao oder genieße ich ihn und freue mich darüber, das mir die vielen kleinen Regenbogen aufgefallen sind?

Zum anderen meine ich aber vor allem auch mich selber: welche Gedanken habe ich gerade, welche Gefühle lösen sie aus und wie ist meine Körperhaltung und Atmung dazu. Fühle ich mich gerade gut oder lasse ich mich gerade durch irgendetwas aus der Balance bringen. Bin ich achtsam, dann merke ich schnell, wenn mich nutzlose und negative Gedanken oder Stimmungen versuchen zu übertrumpfen und ich kann sie durch positive ersetzen oder zumindest einen gewissen Abstand aufbauen und mich nicht von ihnen einnehmen lassen.

Achtsamkeit hilft Dir, wieder in Balance zu kommen und Deine Lebensqualität zu steigern

Stell Dir beispielsweise folgendes vor:

Denkst Du an Deinen bevorstehenden Urlaub und malst Dir aus, wie Du bald den warmen Sand unter Deinen Füßen spürst und auf das türkisblaue Meer schaust, fühlst Du Dich sofort voller Vorfreude und hast ein Strahlen in den Augen. Dein Körper ist entspannt, Dein Geist happy und Deine Atmung ruhig. Das wirst Du auch ausstrahlen und Du wirst vielleicht gefragt, warum Du so happy aussiehst! 🙂

Wartest Du statt dessen gerade darauf für Dein Vorstellungsgespräch aufgerufen zu werden und malst Dir aus, was für blöde Fragen Dir eventuell gleich gestellt werden und was wohl ist, wenn es dieses Mal wieder nicht klappt, dann ist die Warscheinlichkeit hoch, dass Du Dich sehr gestresst und angespannt fühlst. Du versuchst zwar, es Dir nicht anmerken zu lassen, aber Deine Augen sprechen Bände. Deine Schultern sind hoch gezogen und verspannt. Deine Atmung ist eher flach und unruhig, Dein Puls rast. Na und Dein Geist, dem stehen die Haare zu Berge (…ob der Geist wohl Haare hat…🤔😉) und er fühlt sich wie auf dem Highway der Gedanken.

Wenn Du zu den achtsamen Menschen gehörst, wird Dir auffallen, wie Du Dich in zuletzt genannter Situation verhälst und Du kannst Dein Verhalten korrigieren, indem Du Deine Atmung beruhigst und Deine Gedanken in positive umwandelst. Du stellst Dir vor, wie gekonnt Du gleich die Fragen beantworten wirst und wie begeistert Dein Gegenüber von Deiner Schlagfertigkeit sein wird. 

Bist Du kein achtsamer Mensch, wirst Du Dir im ungünstigsten Fall Deine Chance auf den neuen Job vermasseln, weil Dir einfach nicht auffällt, dass Du gerade Deinen negativen Gedanken auf den Leim gegangen bist und daher sehr unsicher rüber kommst.

Achtsamkeit tut Dir gut!

Achtsamkeit ist gut für Dich. Hier ein paar der vielen positiven Auswirkungen:

  • fördert Entspannung und Stressabbau und schützt vor Burnout
  • steigert die Konzentrationsfähigkeit
  • schärft die Sinne und verhilft somit zu mehr Genuss und Dankbarkeit 
  • steigert das Wohlbefinden und die Lebensfreude

und, und, und…

Dank Achtsamkeit, gehst Du gelassener durch´s Leben und das strahlst Du auch auf Deine Umgebung aus.

Wie kann es sein, dass so viele Menschen die Fähigkeit achtsam mit sich selbst und ihrer Umwelt zu sein, verloren haben? Vielleicht ist es einfach nicht mehr gewollt. Für Achtsamkeit ist in der höher, schneller, weiter Welt einfach keine Zeit mehr geblieben. Das finde ich sehr schade. ☹️

Sogar der Kaffee wird heute „to go“ getrunken und durch den Deckel auf dem Becher haben die Regenbogen im Milchschaum keine Chance Deine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Armer Milchschaum.  😟

Es sollten viel mehr Menschen wieder die Regenbogen im Milchschaum wahr nehmen, achtsamer mit sich umgehen und somit Körper, Geist und Seele ein paar Streicheleinheiten gönnen. Die drei sind ein Team – Dein Dreamteam! Kümmer Dich gut um sie und sorge dafür, das sie in Einklang sind.

Bevor ich mit dem Primal Lifestyle angefangen habe, war Achtsamkeit für mich ein Fremdwort. Ich habe weder Regenbogen im Milchschaum gesehen, noch habe ich auf meine Gedanken geachtet. Für so einen „Quatsch“ hab ich keine Zeit gehabt. Mein Dreamteam konnte damals leider nicht auf mich zählen. Inzwischen rocken und genießen wir aber gemeinsam das Leben und…natürlich meine Küche!! 😎  

Wie sind Deine Gedanken zum Thema Achtsamkeit? Würdest Du Dich als achtsam bezeichnen oder ist Achtsamkeit ein Fremdwort für Dich?

Hättest Du die Regenbogen gesehen?  Und vor allem, kann Dein Dream Team auf Dich zählen?

Verrat´es mir in den Kommentaren!

Teile diesen Beitrag mit Deinen Lieben und helfe ihnen, mehr Achtsamkeit in ihr Leben zu bringen.

Liebe Grüße & viele achtsame Momente,

Simone

PS: …mit diesem Haselnuss-Schokoladen-Kaffee klappt das mit den Regenbogen sehr gut – sogar “mit ohne” Milch! 😀