Das wundervolle Ei – ein Loblied mit ernster Note!

Das Ei. Nur zwei Buchstaben für eines der wundervollsten Dinge auf unserem Planeten. Dieses kleine, ovale Konstrukt, zerbrechlich und stabil zugleich. Seit jeher stets geschätzt als energiereiches Nahrungsmittel. Ein wahrer Genuss, den man sich als „Sonntagsei“ gönnte. Zu Zeiten, als ein Ei noch ein knapperes Gut war, bevor gewissenlose Menschen das Huhn zu einem seelenlosen Produkt machten und Tierfabriken errichteten.

Früher zählte das Ei auch zu den gefährlicheren Lebensmitteln, von denen man bloß nicht zu viel essen sollte. Wegen dem gefährlichen Cholesterin. Ein perfektes Beispiel, zu welchen extrem falschen Schlussfolgerungen unsere Wissenschaft manchmal kommt. Es ist eines der großen Ernährungsmythen, dass zu viel Cholesterin uns pauschal krank macht. Heutzutage wissen wir, dass das totaler Quatsch war und wir viel mehr als ein oder zwei Eier pro Woche essen dürfen. Leider halten sich diese falschen Vermutungen meist über sehr, sehr lange Zeit. Genau wie der Unsinn, dass rotes Fleisch Krebs erzeugt. Es ist gut, Gegebenheiten kritisch zu hinterfragen. Bestimmte Sachverhalte müssen nicht richtig sein, nur weil „das immer schon so war und immer schon so gemacht wurde“. Das gilt für alles im Leben. Jeder Mensch will zur Herde dazugehören. Manchmal sollte man aber auch einen Schritt aus der Herde hinaus machen und selber denken. Nicht einfach nur alles nachplappern und nachmachen, um anderen zu gefallen und durch Gleichheit akzeptiert zu werden. Dann hat man die Möglichkeit, sich persönlich weiter zu entwickeln.

Fleißige Forscher entdeckten die Fehler in den bisherigen Annahmen und hatten dann auch den Mut, der landläufigen Meinung entgegenzutreten. So wurde das Ei rehabilitiert, in dem das Cholesterin und seine Funktionsweise im menschlichen Körper richtig bewertet wurde.

Die inneren Werte des Ei ´s machen es wunderschön

Das Ei ist eines der nahrhaftesten und gesündesten Lebensmittel überhaupt. Es enthält viele gesunde Fette und Eiweiße. Ebenfalls enthalten sind wertvolle Vitamine und Mineralien. So zum Beispiel bedeutende Mengen an Vitamin A, D und E. Auch die wichtigen B-Vitamine B2, B6, B12, Biotin, Niacin und Folsäure sind dabei.

Folgende Mineralstoffe sind enthalten: Magnesium, Eisen, Jod, Fluor, Zink, Kupfer, Mangan, Chrom, Schwefel, Selen, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen.

Die Inhaltsstoffe des Ei´s, insbesondere auch die Proteine, können von unserem Körper hervorragend verarbeitet werden.

Das Ei enthält fast keine Kohlehydrate. Schließlich weiß die Natur, was für die Entstehung und Entwicklung von Leben wichtig ist und was nicht.

Das Ei ist also ein Universalgenie, dass eine große Menge an für uns wichtigen Vitamine und Mineralien bereitstellt.

Diese ganzen phantastischen Inhaltsstoffe werden in ihrer enthaltenen Menge maßgeblich von der Ernährung des Huhns beeinflusst.

Hühner sind Allesfresser und grundsätzlich leicht zu halten.

Die ernste Note des Liedes

Im gewissenlosen Optimierungswahn des Menschen ist das Huhn leider zu einem Massenprodukt geworden. Für die Profitgier werden Rassen und ihr Futter immer weiter „optimiert“. Die „Optimierung“ findet auch hier nicht für den Verbraucher statt, sondern für das Unternehmen. Hühner und Eier werden in Tierfabriken produziert. Die Zustände in solchen Tierfabriken wurden immer mal wieder in den Medien präsentiert. Es sind die reinsten Horrorszenarien. Wenn man nur etwas Mitgefühl mit Lebewesen hat, dann kann man sich das nicht lange anschauen. Aber jeder Verbraucher sollte sich mal damit beschäftigen, damit ihm klar ist, welche Systeme er mit seinem Geld unterstützt. Diese Systeme funktionieren auch nur, weil die Tiere mit Medikamenten vollgepumpt werden. Erstaunlicherweise sind scheinbar Medikamente in der Nutztierhaltung sehr billig. Der Mensch wird mehr zur Kasse gebeten.

Da die Tiere auf engstem Raum gehalten werden, ist Hygiene auch ein großes Problem. Daher werden auch sehr viele Desinfektionsmittel verwendet. Diese ganzen Chemikalien und Medikamente in den Räumlichkeiten und dem Futter der Tiere reichern sich im Fleisch und in den Eiern an. Darüber nehmen wir diese Stoffe dann auch auf. Guten Appetit.

Weiterhin beinhalten die Eier aus Tierfabriken weit weniger an den oben genannten guten Inhaltsstoffen. Dies liegt an der nicht artgerechten Haltung und dem falschen oder unausgewogenem Futter. Man bekommt bei nicht artgerecht gehaltenen Hühnern also nicht nur eine stark verminderte Lebensmittelqualität, sondern hat auch immer die Gefahr, dass man unerwünschte und vielleicht gesundheitsgefährdende Substanzen zu sich nimmt.

In schöner Regelmäßigkeit kommt es zu Skandalen in der Massentierhaltung. Ein großer Aufschrei in der Medienlandschaft und bei den Bürgern, gefolgt von Beruhigungen und Versprechungen von Politikern, schallt durch die Lande und verklingt leider auch wieder schnell. Dann steht die Person, die vorher über die schlimmen Verhältnisse und die Gefahr für den Verbraucher geschimpft und geflucht hat, wieder vor dem Eierregal und entscheidet sich für die Eier, die fast nur die Hälfte kosten wie diese „Öko-Eier“.

Die männlichen Küken werden in diesen Systemen übrigens ermordet. Sie sind einfach zu unproduktiv und passen nicht in die Optimierung der Gewinne. Diese kleinen, niedlichen Küken werden vergast, zerquetscht und bei lebendigem Leib geschreddert. Denke mal an diesen täglichen Massenmord, wenn Du zu den billigen Eiern greifst.

Treffe also die richtige Wahl, wenn Du Eier kaufst. Die Industrie versucht Dich natürlich auch hier hinters Licht zu führen. Vertraue nicht blind den Bezeichnungen „Bodenhaltung“ oder „Freilandhaltung“. Dort sind die Zustände oft nicht besser. Du kannst nicht einmal jedem Bio oder Öko Siegel trauen. So ist das nunmal in unserer heutigen Welt. Nimm es so hin und informiere Dich so gut es geht. Unternehmern, denen das Tierwohl tatsächlich am Herzen liegt, geben auch gerne und bereitwillig Auskunft. Halte auch in Deiner Gegend die Augen offen. Wenn Du Hühner siehst, frage einfach mal, ob Eier auch verkauft werden. Unterhalte Dich mit Leuten oder frag in Deinem Bioladen nach der Herkunft der Eier. Dort kennt man auch oft Hühnerhalter in der Gegend.

Wenn Du einen Garten hast, dann kannst du vielleicht selber Hühner halten. Es sind genügsame, spaßige Tiere.

Jeder Verbraucher hat mit seinem Geld die Macht zu entscheiden, welche Systeme er unterstützt. Kauft ein Großteil der Bevölkerung keine Eier mehr aus Tierfabriken, dann werden diese auch an Macht und Einfluss in der Politik verlieren und weniger werden. Natürlich sind Eier von artgerecht gehaltenen Tieren teurer. Allerdings funktioniert das System der Massentierhaltung meist nur durch staatliche Subventionen. Die Kosten des Betriebs und der verursachten Umweltschäden werden umverteilt. Nur dadurch wird das Endprodukt vordergründig günstiger. Die tatsächlichen Kosten zahlt der Verbraucher auf andere Weise mit, ohne das er es merkt und in Verbindung bringt.

Dann gönne Dir etwas Gutes, in dem Du Dir Eier von artgerecht gehaltenen Hühnern kaufst. Du bekommst eines der besten Lebensmittel für Deinen Körper. Nebenher erhältst Du noch ein paar gute Karmapunkte, weil Du Dich für das Tierwohl einsetzt.

Und als ob es nicht schon genug gute Gründe für die Eier gibt, sie sind auch noch verdammt lecker. Die schmackhaften Eier kann man für alle möglichen Gerichte verwenden. Man kann sie auf verschiedenste Arten zubereiten – gekocht, als Spiegelei, Rührei, Eiersalat. Beim Backen sind sie auch eine Grundzutat. Unzählige Varianten stehen einem zur Verfügung. Auch hier ein Universalgenie.

Sei dankbar, dass es Eier gibt und hilf mit, dass die netten Hühner, die uns die Eier schenken, unter möglichst artgerechten Bedingungen gehalten werden. Du hast über Deinen Geldbeutel mehr Macht, als Du denkst.

Ich esse Eier am liebsten als erste Mahlzeit des Tages in verschiedenen Varianten. Sehr gerne „Spiegeleier mit Speck“, schnell gemacht, nahrhaft und sättigend. Immer wieder lecker.

Wie magst Du Deine Eier? Wo kaufst Du die Eier? Teile in den Kommentaren Deine Eiertipps, Herkunftsquellen und Lieblingsrezepte.

Lebe lange gesund und glücklich,

Dein Michael