Obst und Gemüse – konventionell oder BIO ?

…kommt drauf an…! Tolle Antwort, gell! Paßt aber in diesem Fall mal wieder. Dir ist wahrscheinlich auch schon aufgefallen, das der Preis von BIO-Ware deutlich höher, als der von konventionell angebautem Obst und Gemüse ist. Und nicht jeder kann sich diese Preise leisten. Ebenfalls bekannt ist auch, das beim konventionellen Anbau leider eine ganze Reihe von Pestiziden eingesetzt werden. Leider steigt deren Einsatz sogar.

Als Beispiel, Apfelplantagen werden bis zu 22 Mal pro Saison gespritzt. 😨 Es ist also kein Wunder, dass das Obst und Gemüse aus konventioneller Landwirtschaft Pestizidrückstände enthält, die wir dann schön mit essen. Diese Gifte können unseren Hormonhaushalt und das Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen. In der Natur können sie insbesondere für Bienen, Fische oder Vögel giftig sein. Bio-Produkte sind da die bessere Wahl. Wo wir wieder beim Punkt Geldbeutel anlangen. 

Obst & Gemüse - BIO oder nicht ?

Dirty Dozen  & Clean Fifteen

Die Environmental Working Group (EWG) mit Sitz in den USA, testet jährlich die Pestizidrückstände von konventionell angebautem Obst und Gemüse. Diese werden hier veröffentlich. Dort werden die Produkte in zwei Gruppen unterteilt. Die “Dirty Dozen” und die “Clean Fifteen”, was übersetzt soviel wie “Das schmutzige Dutzend” und “Die sauberen Fünfzehn” heißt. Die Dirty Dozen Liste zeigt die Produkte, für die empfohlen wird BIO-Ware zu kaufen, da bei diesen der Pestizidrückstand sehr hoch ist.

Die Clean Fifteen Liste zeigt die Produkte, bei denen nur wenig bis gar keine Pestizidrückstände nachgewiesen wurden. Die meisten Produkte der Clean Fifteen Liste fallen darunter, da sie eine harte, ungenießbare Schale/Außenhaut haben. Sie schützt den genießbaren Teil weitestgehend vor den Pestiziden. Wenn Du also auf Deinen Geldbeutel achten möchtest, kannst Du bei den Clean Fifteen Produkten auch konventionelle Ware kaufen. Bei den Dirty Dozen solltest Du entweder auf BIO-Ware oder Ware aus vertrauensvollen Quellen, z.B. Deinem Bauern des Vertrauens, zurück greifen.

Hier kommen die beiden Listen. Sie sollen Dir dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen. Sie sind von der EWG natürlich nicht auf den Primal Lifestyle ausgelegt. Da wir die Vollständigkeit dieser aber bewahren wollen, enthält sie auch Mais und Kartoffeln, die nicht ins Primal Lifestyle gehören.

Die beiden Listen kannst Du Dir auch per rechtem Mausklick herunter laden.

Halte ein Schwätzchen mit Deinem Bauern

Du hast bestimmt einen Bauernladen bei Dir in der Gegend. Frag doch dort einfach mal nach, wie das Obst und Gemüse angebaut wird und wie es mit dem Einsatz von Pestiziden aussieht. Du wirst schnell merken, ob dieses Thema eher heikel ist und Du eine ausweichende Antwort bekommst. Oder aber, der Bauernladen stolz darauf ist, mit wenig Pestiziden auszu-kommen und sich freut, das jemand echtes Interesse zeigt. Solltest Du den Eindruck haben, man spricht eher ungern darüber, mach schnell die Biege und such den nächsten Bauernladen auf.

Bei uns um die Ecke gibt es gleich mehrere Obst- und Gemüsebauern. Auch wenn die Ware dieser Bauern nicht BIO zertifiziert ist, sind deren Anbaumethoden sehr nachhaltig und der Pestizideinsatz eher gering. Sie legen selber darauf Wert, hochwertige Produkte anzubieten. Hör also auf Dein Bauchgefühl und wenn Du glaubst eine vertrauenswürdige Quelle gefunden zu haben, können die Produkte der Dirty Dozen Liste dort eingekauft werden. So schonst Du Deinen Geldbeutel und förderst damit die Produkte aus Deiner Region und selbstverständlich auch Deine eigene Gesundheit.

Ich bin gespannt, wie Dein Bauer auf Deine Fragen reagiert hat – ab damit in die Kommentare. 😀

Liebe Grüße & viel Spaß beim Obst & Gemüse Shopping !

Deine Simone