Sommer, Sonne, Sonnenschein! Vor mir das kristallklare, in den verschiedensten Blau- und Türkisfarben schimmernde Meer, das jederzeit zu einer Abkühlung einlädt. Die kleine Bucht ist mit der blauen Flagge ausgezeichnet und eine der Schönsten hier. Die Konnos Bay auf Zypern.

Wirklich herrlich hier! Und ich, ich bin total genervt! Sitze hier auf meiner Liege am Hotelpool. Denn statt schön unten am Strand mit Blick auf´s Meer zu relaxen, haben wir heute nur noch mit Ach und Krach eine Liege am Pool ergattert. Wir sind zu spät aufgestanden, darum war am Strand schon alles voll. Am Pool ist richtig was los. Eine größere Gruppe feiert Junggesellenabschied und ist bereits jetzt (…um 10:37 Uhr) äußerst gut dabei, Lärmpegel steigend.

  Mensch, was wär das jetzt schön unten am Strand zu sein…

…statt hier bei dem Lärm. Werde jetzt am besten mal in den Pool gehen, ne Runde abkühlen. Mist, ich bin ja noch nicht eingecremt, wie ätzend. Schon lästig, dieses Eincremen. Es könnte ja alles so schön sein….

Und während ich mich gerade als nächstes darüber ärgern will, das ich vergessen habe, meine (schwarzen) Badelatschen in den Schatten zu stellen und diese jetzt mindestens 60 Grad heiß sind, fällt mein Blick auf einen Mann.

Ich schätze ihn so um die 50. Er geht ein bisschen wie ein Roboter, irgendwie mechanisch und langsam. Sein Gesicht ist ausdruckslos. Ein Freund ist bei ihm und reicht ihm gerade seine Hand, um ihm dabei zu helfen, die flachen Stufen in den Pool hinunter zu steigen. Auch als er im kühlen, erfrischenden Wasser steht, keine Regung in seinen Gesichtszügen. Wir haben die beiden hier schon öfters gesehen und vermuten, dass der Mann einen Schlaganfall hatte.

Eine andere Frau hier im Hotel sitzt im Rollstuhl. Ihr Mann fährt sie an die flache Pooltreppe und sie hievt sich selber vorsichtig aus dem Rollstuhl ins Wasser, um sich eine Abkühlung zu gönnen. Sie macht einen sehr glücklichen Eindruck.

Ich fühle mich schlagartig ganz klein und mies. Obwohl ich mich sehr viel mit Achtsamkeit beschäftige, ist mir mein negatives Denken vorhin garnicht so richtig aufgefallen. Statt dankbar und happy dafür zu sein, an diesem wunderschönen Ort zu verweilen und gesund zu sein, habe ich mich über Nichtigkeiten, wie zu heiße Badelatschen, aufgeregt. Geht´s noch?! Die Frau und der Mann würden sicher nur den Kopf darüber schütteln.

Klar ist es nervig, wenn hier ein JGA lauthals feiert, aber ich habe doch zwei gesunde Beine, mit denen ich runter zur Bucht gehen kann, wenn mir das hier nicht paßt, statt rum zu nörgeln. Mir scheint auf gut Deutsch gesagt, die Sonne aus dem Allerwertesten und ich habe keinerlei Grund, mich über irgendetwas zu beklagen.

Und mir fällt wieder ein, dass es da das Wort Dankbarkeit gibt, mit dem ich jeden Tag gleich nach dem Aufstehen starte.

Ich bin auf einmal sehr dankbar.

Dankbar dafür das ich gesund bin und an diesem schönen Fleckchen Erde sein darf.

Dankbar dafür, dass ich gerade wieder gelernt hab, wie wichtig es ist, achtsam zu sein.

Dankbar dafür, das ich Badelatschen habe und eben nicht barfuß über den glühend heißen Boden laufen muss.

Das ist alles nicht selbstverständlich, wie viele andere Dinge auch nicht.

Dankbarkeit läßt miese Laune verfliegen.

Das Gefühl von Dankbarkeit breitet sich in mir aus und ich merke richtig, wie sich die miese Laune verzieht. Wenn Du Dankbarkeit fühlst, dann nimmt dieses Gefühl den negativen Motzgedanken den Raum und die Kraft. Du kannst nicht gleichzeitig dankbar und motzig sein. Geht einfach nicht.

Es ist so, so wichtig, achtsam zu sein und auf seine Gedanken zu achten. Negative Gedanken gleich negative Gefühle. Das strahlst Du aus und ziehst eventuell noch Deine Mitmenschen mit rein. Dankbarkeit für die Dinge die wir haben, geht heutzutage oft im Alltag unter. Vieles wird zur Selbstverständlichkeit, obwohl es gar nicht selbstverständlich ist. Nur allzu oft schenken wir statt dessen den Dingen, die für uns gerade besser laufen könnten, unsere volle Aufmerksamkeit. Und wenn es nur zu heiße Badelatschen sind….

Gelassener, glücklicher und zufriedener durch Dankbarkeit

Wenn Dankbarkeit nicht zu Deinen alltäglichen Dingen gehört, dann fang gleich heute damit an, sie zur Gewohnheit zu machen. Dankbarkeit kannst Du wie einen Muskel trainieren. Je öfter Du Deinen Fokus auf die Dinge richtest, für die Du dankbar bist und die gut in Deinem Leben sind, desto gelassener, glücklicher und zufriedener wirst Du werden. Du trainierst Deine Dankbarkeit. Vieles, über das Du Dich sonst aufgeregt hast, wirst Du ganz anders betrachten und merken, das die Aufregung viel zu übertrieben war. Und wenn Dich die Motzerei doch mal überrumpelt, wie mich im Urlaub, dann wirst Du Dich mit der Zeit nicht mehr so schnell hochschaukeln, weil Du achtsamer werden wirst und sich Dein Denken ändert.

Um Dankbarkeit in Deinen Alltag zu bringen, kannst Du gleich morgens damit starten, Dir drei Dinge für die Du dankbar bist zu suchen. Beispielsweise dafür, dass Du wieder aufgewacht bist und ein neuer Tag auf Dich wartet oder dafür, dass Du eine Kaffeemaschine hast und den köstlichen Duft frisch aufgebrühten Kaffees riechen kannst, denn Dein Geruchssinn ist intakt und und und…

Wenn Du mehr zu Themen wie Dankbarkeit, Achtsamkeit, Meditation & Co. wissen möchtest und vor allem, wie Du diese in Deinen Alltag bringst, dann schau Dir unseren BE HAPPY Onlinekurs mal an. Da geht es genau um diese Dinge und noch viele mehr, die Dein Leben positiv bereichern werden!

Wenn sich also das nächste Mal motzige, nörgelige, ärgerliche und ähnliche Gedanken bei Dir ausbreiten möchten, steuer gleich gegen und lass sie Dir nicht den Tag versauen. Du kannst in jeder Situation selber entscheiden, wie Du auf sie reagierst.

Ganz liebe Grüße & viele dankbare Momente!

Deine Simone

PS: die heißen Badelatschen kühlen sich übrigens in ein paar Sekunden wieder auf angenehme Temperaturen ab, wenn man sie kurz in den Schatten stellt. Dagegen stehen mindestens 3 Minuten bockige Aufregung, die sich ganz schnell zu ausgewachsener schlechter Laune hochschaukeln könnten…